Wichtig ist die Analyse

Frauen substituieren bereits seit Jahrzehnten Hormone, in jungen Jahren zur Verhütung, in den Wechseljahren, um entsprechende Beschwerden zu dämpfen. Die Gesundheit der Männer aus hormoneller Sicht zu betrachten, steht erst am Anfang. Fachgesellschaften wie die „HOMMAGE“ schätzen sogar, dass in Deutschland zirka 5 bis 10 Millionen Männer unter einem „komplexen Androgenmangel“ leiden. Unter „komplexem Androgenmangel“ wird die Absenkung des Testosteronspiegels unter den Normwertbereich von 10 –12 nmol/l verstanden. Allerdings: Durch Abbruch der WHI-Studie in 2002 die Hormonersatztherapie in die negativen Schlagzeilen geraten. Zu unrecht. Bei bestimmten Hormonmangelzuständen, die sich durch Erschöpfungszustände, Vitalitätsverlust, nachlassender Libido, Depression, Antriebsschwäche, Adipositas, Veränderung der Körpersilhouette, Menopause, Zellulitis und vorzeitiger Faltenbildung äußern können, ist der Nutzen einer Hormontherapie höher als das zu erwartende Risiko. Allerdings ist jeder Hormontherapie eine genaue Diagnose voranzustellen und die Therapie im Verlauf entsprechend zu kontrollieren.
Wir erstellen umfangreiche Hormonprofile und verabreichen Hormone dem Ergebnis der Analyse entsprechend.

 
Nachstehend finden Sie die wichtigsten Hormone im Überblick:
  • Bei der Frau werden gemessen:
    LH, FSH, DHEAS, Östron, Östradiol, Testosteron, HGH
  • Beim Mann werden gemessen:
    LH, freies Testosteron, Progesteron, Östradiol, DHEAS, HGH, TSH
 
Androgene
Androgene sind männliche Geschlechtshormone. Der wichtigste Vertretern der Androgene ist das Testosteron. Androgene werden vor allem im Hoden, aber auch in der Nebenniere und im Eierstock gebildet. Bei der Hormontherapie des Mannes geht es vor allem um das männliche Sexualhormon Testosteron.
Das Androgene LH und FSH regulieren die Keimdrüsen. TSH dagegen kontrolliert die Schilddrüse.
 
Östrogene
Die Hauptvertreter der Östrogene sind Östron, Östradiol und Östriol. Als weibliche Geschlechtshormone werden Östrogene überwiegend im reifen Follikel des Eierstocks gebildet sowie in der Plazenta während der Schwangerschaft. In geringerem Umfang findet die Synthese von Östrogenen in der Nebenniere und in den Hoden statt.
Östrogene stimulieren das Knochengewebe, lockern das Körpergewebe und haben eine gefäßerweiternde Wirkung.
 
Dehydroepiandrosteron (DHEA)
DHEA ist der Gegenspieler zum Stresshormon Cortisol. Es wird gebildet in den Nebennieren, den Eierstöcken und in den Gehirnzellen. DHEA wirkt in den Kraftzentren der Zellen (Mitochondrien). Es schützt vor Energievergeudung und verhindert die Bildung großer Fettzellen. Dies ist ein wichtiger Grund, warum wir im Alter mit sinkendem DHEA eher Fettpolster zulegen.
 
Wachstumshormone
Wachstumshormone wie HGH unterliegen einem Tag-Nacht-Rhythmus. Am stärksten wird es während des Schlafs in den Stunden vor Mitternacht gebildet. Mediziner halten es für eines der wichtigsten Hormone im menschlichen Körper. Wachstumshormone sind am Aufbau der Organe beteiligt. Sie bauen Aminosäuren und Eiweiß in die Zellen ein, auch zur Reparatur der Zelle. Die sinkende Produktion von HGH hat Auswirkungen auf die Muskeln, sie verlieren wie die Haut an Spannkraft.
Der Wachstumshormonspiegel sinkt bereits ab dem 20. Lebensjahr.
 
Prolaktin
Prolaktin wird in der Hypophyse des Gehirns gebildet. Es steuert bei der Frau indirekt den Zyklus, den Milcheinschuss in die Brust und beim Mann die Fruchtbarkeit.
 
Prolaktin wird bestimmt bei:
  • Potenz- und Zyklusstörungen
  • Vermehrtem Milchfluss
  • Atypischen, körperlichen Veränderungen der Frau
  • Gehirntumoren
 

Es ist alters- bzw. geschlechtsbedingten Schwankungen unterworfen.
Zu geringe Prolaktin-Mengen haben klinisch keine Bedeutung.

 

Zu hohe Prolaktin-Mengen können vorliegen bei:

  • Schwangerschaft
  • Hormonproduzierenden Tumoren der Gehirnregion
  • Verschiedenen Medikamenten
  • Starker Stress (Operationen)
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Schilddrüsenunterfunktion
 
 
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